Ferienwohnung Vergangenes

Hier finden Sie Berichte rund um den Ferienbauernhof Hansen an der Schlei.


40 gemeinsame Jahre

6. August 2012

45 Jahre im Urlaubsort zu Hause SHZ v.14.06.2012

14.06.2012

Bohnert. Fast wie ein zweites Zuhause ist für Familie Schwert aus Werne der Hof der Familie Hansen in Bohnertfeld geworden. Seit 1967 ist die Familie in verschiedenen Konstellationen wenigstens 65 Mal zu Gast gewesen. Ihr Paradies an der Schlei gefunden hatten damals Bernhard und Maria Schwert (Foto, 4.v.r.) aus Werne. Ihre Söhne hätten Asthma gehabt, da hätten sie ein Urlaubsziel gesucht, wo die Luft immer frisch sei, berichtete die 77-Jährige jetzt. Und da es ihnen so gut an der Schlei gefiel, kamen sie einfach immer wieder. Tochter Andrea sei damals fast in Bohnert geboren worden, sie kam 14 Tage vor der jährlichen großen Sommerreise an die Schlei zur Welt. Als Maria Schwerts Mann 1990 verstarb, sei ihr der Besuch in Bohnert bei Margret und Peter Hansen (r.) immer eine Erleichterung gewesen. So viele schöne Erlebnisse hätten sie dort gemeinsam erlebt. Fuhr sie nach dem Tod ihres Mannes zunächst alleine oder mit einem oder mehreren ihrer vier Kinder, so hat sie seit ein paar Jahren ihre beste Freundin Ingrid Osthues (4.v.l.) an ihrer Seite. Jetzt zum Jubiläum war auch Tochter Andrea Garthe (3.v.r.) mit Ehemann Andreas und den Kindern Julia und Marco (2. v.l.) angereist.

Zur Gratulation für das Jubiläum war auch Kosels Bürgermeister Heinz Zimmermann-Stock (l.) gekommen. Er dankte der Urlauberfamilie für ihre Verbundenheit zu Kosel und für die gute Werbung in ihrer Heimat. “45 Jahre einem Urlaubsort treu zu bleiben, das ist wirklich außergewöhnlich”, sagte er. Zugleich dankte er Familie Hansen für ihre Bemühungen für ein schönes touristisches Quartier.

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2011: Die Zeitschrift “Mohltied” zu Besuch

2011

Wie die klassische Stube auf dem Lande aussieht, schaue ich mir bei Margret Hansen im Café vom Kulturtreff Kuhstall an. Und viel ländlicher als in Bohnertfeld kann man kaum leben.

Auf dem ehemaligen landwirtschaftlichen Hof, der bereits seit Jahrhunderten in Familienbesitz ist, sitze ich im gemütlichen Sessel am großen Couchtisch mit Spitzendeckchen und fühle mich ins Jahr 1960 zurückversetzt. Die Einrichtung ist aus Erbstücken bunt zusammen gewürfelt, auf dem alten Küchenmobiliar liegen Rezeptbücher aus Kaisers Zeiten; hier ist die Zeit stehen geblieben – im positiven Sinne. Und nebenan im großen Raum für Feierlichkeiten mit bis zu 50 Personen ist unschwer zu erkennen, welchen Zweck er bis 1994 erfüllte: Der ehemalige Stall bot Platz für 47 Milchkühe, das Ständerwerk steht noch und ist mit farbenfrohen Lampions und Lichterketten dekoriert, der unebene Boden mit bunten Teppichen ausgelegt.

Das gute Landleben schmeckt man auch in Bohnertfeld. Heute habe ich die Qual der Wahl zwischen selbst gebackener Zitronentorte, Birne-Schoko-Eierlikör, „Sommerwolke“ oder Käsekuchen ohne Boden. Aufgrund der Hitze entscheide ich mich für „Sommerwolke“, eine Joghurt-Quark-Torte auf Löffelbiskuit-Boden mit Erdbeerpüree. Mit Torte und einem Kännchen selbst gebrühtem Kaffee – Kaffee aus der Maschine gibt es hier nicht – setzen Margret Hansen und ich uns hinaus in den Schatten und plaudern über ihr 2008 eröffnetes Café.

Der Schnack mit den Gästen gehört für sie zu den schönsten Momenten als Cafébesitzerin. „Hier kommen viele Touristen und Einheimische mit dem Rad oder zu Fuß vorbei. Von ihren Erlebnissen in der Region zu hören ist für mich immer wieder toll“, strahlt die gelernte Meisterin für landwirtschaftliche Hauswirtschaft. Das und die Freude am Backen waren ausschlaggebend, diese kleine Ruheoase auf ihrem Hof zu eröffnen. Beim Backen holt sie sich Inspiration aus alten Rezeptbüchern und verfeinert diese mit ihrer eigenen Kreativität. Statt mächtiger Sahnetorten setzt sie lieber auf Quark und Joghurt. Und viele Zutaten pflückt sie selbst: Ob Erdbeeren, Äpfel oder Stachelbeeren – alles stammt aus eigener Ernte im großen Garten. Die Eier von den Hofhühnern, die Säfte von „Steinmeier“ – Regionalität liegt Margret Hansen besonders am Herzen. Im Herbst und Winter ist „Experimentierzeit“. Dann müssen ihr Mann und ihre privaten Gäste als „Testesser“ für neue Tortenkreationen herhalten. Die für gelungen befundenen landen zwischen Mai und August in der guten Stube auf den Tellern der Cafébesucher.

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